Am späten Nachmittag fliegen dann noch ein paar Einheimische. Ich will auch nochmal, aber ich wurde aus meinem Auto ausgesperrt, weil der Ap(c)o-Franz aus Versehen meinen Autoschlüssel mitgenommen hat, als er heim gefahren ist :(
Zum Glück gibts Handy. Als er endlich wieder da ist, geht's für mich heim nach Schoppernau.
Dort scheint die Sonne und von einer Kaltfront ist weit und breit nichts zu sehen. Schon interessant, so ein Wetterbericht :)
Am letzten Tag dann wieder schönstes Wetter, im Westen allerdings sieht man schon leichte Eintrübungen. Die Kaltfront wird also kommen, auch hier. Aber ich meine, ein Flügelein geht noch. Also rauf auf den Berg. Am Lift in der Bergstation sagen mir die Mitarbeiter schon, das der Wind kräftig ist, wahrscheinlich so um die 25-30kmh.
Ich trinke oben erst mal ne Apfelschorle und schaue mir eine Weile die Dohlen an, die vorm Geländer der Bergstation im Aufwind herumtollen. Solche Flügel bräuchte man, so wendig und klein. Und die Form des Antriebs. Vielleicht geht das ja mal mit Memory Fasern, die, nachdem ein Strom angelegt wurde, wieder in ihre alte Form zurück kehren können, die vor einer Verformung war.
Ich treffe einen Schweizer, der mit dem Wohnmobil am Parkplatz heute stand. Er erzähl mir, das er lieber an die Mittelstation geht, dort soll man auch starten können. Ich bin mutig (oder eher unbedarft :) und will mal probieren, ob ich von oben weg komme. Wenn's nicht geht, will ich nachkommen. Ich stapfe also herunter zum unteren Startplatz beim Lift. Der Wind ist recht kräftig. Als ich am Startplatz bin, überlege ich lange, ob ich den Schirm rausholen soll oder nicht. Ich tue es dann doch und es kommt, wie ich es dachte. Der Wind lässt mir keine Zeit, den Schirm auszulegen und mich einzuklinken. Der Wind packt ihn sofort und zerrt ihn in alle Richtungen.
Ich kämpfe eine Weile rum, aber es hat keinen Sinn. Selbst wenn ich in die Luft komme, das
ist mir einfach zu heftig, zumal mal Perche Saga ja nur ein A-Schirm, der nicht all zu schnell fliegt. Einmal falsch oder zu langsam, dann haut's mich vielleicht in den Lift hinter mir. Nix da, man muss auch einpacken können :)
Ich fahre also zur Mittelstation. Der Schweizer ist nicht mehr zu sehen. Ich warte eine Weile und frage dann eine der Mitarbeiterinnen, wo man hier starten kann und ob das überhaupt erlaubt ist. Sie zeigt mir die Stelle und ich überlege, ob ich den steilen Hang hinunter gehen soll. Falls es nicht geht, muss ich ja wieder hinauf :(