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Diedamskopf im April 2001 - Seite 3

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Blick vom unteren Startplatz auf die Bergstation mit Terrasse, am Sendemast ist der obere Startplatz Ich bekomme einige gute Heber und versuche es dann wieder über dem rechten Grat. Und wieder versenke ich mich, ich hatte noch nicht ganz verstanden, wie hier das Windsystem arbeitet. Unterhalb des Grates quere ich dann die Schneise in der der Lift läuft und versuche es weiter im Osten des Tales.

Aber ich bin schon zu niedrig. Vor mir hat's einer geschafft und hat wieder aufdrehen können. Allerdings ist er mit mehr Höhe am Hang angekommen, als ich. Ich saufe gnadenlos ab und mache auf einem Acker am Ortseingang eine gemütliche Aussenlandung. Zum Glück ist hier alles gemäht und ich muß hoffentlich nicht den Zorn des Bauern fürchten.

Nach 20 Minuten Fussmarsch durch den Ort mit den idyllischen Bauernhäusern komme ich wieder am Lift an und will es nochmal wissen. Oben ist der Wind inzwischen einen Tick ruhiger geworden, mittlerweile ist es 15 Uhr. Der Start klappt problemlos. Ich sehe weit im Tal einige Paraglider, die vorhin auch schon oben hingen, oder zumindest glaube ich, das es sich um die selben handelt. Diesmal gehe ich gleich nach links parallel zum Ski-Lift und baue auch gut Höhe auf. Ich halte mich recht lange in der Luft, wenn ich auch nicht so recht hinauf komme. Startüberhöhung schaffe ich nicht. Schliesslich wird es mir zu langweilig und ich fliege ins Tal. Fliegen im Hangaufwind ist also doch nicht ganz so einfach, wie ich es mir vorgestellt habe. Dazu kommt natürlich, das ich das Gelände hier überhaupt nicht kenne.

Gegen Abend dann fahre ich nach Au zum Hotel Alpenrose, welches der FlyDoc mir empfohlen hatte. Aber 90 DM die Nacht ist mir grad zu teuer. Die Wirtin meint, ich solle es mal die Strasse weiter oben probieren, bei den privaten Vermietern. Und ich finde auch eine nette Familie, bei der ich Quartier bekomme.
Der Hausherr ist in seinen jungen Jahren selbst geflogen, bis seine Frau dann massiv protestiert hat. So scheinen schon viele Fliegerlaufbahnen geendet zu haben. Mit Kindern und eigener Wirtschaft im Hintergrund muss man sich leider andere Hobbys suchen (oder die Frau wechseln?) Das muss wohl jeder für sich herausfinden. Es gibt ja auch tollerante Frauen.

Zum Abend geh ich ins Hotel Alpenrose zum essen. Die Wirtin lädt mich schliesslich zum Stammtisch ein. Ich bin aber so fertig durch den Flug und den langen Tag (bin schliesslich schon seit 3 Uhr morgens auf den Beinen), das ich mich nach einem Jägermeister verabschieden muss. Ich verspreche, am Di. zusammen mit Franz wieder zu kommen, was allerdings nix wird.