! ACHTUNG !
Dieser Bericht ist eine subjektive Reisebeschreibung und gibt keinerlei Handlungsempfehlungen. Der jeweilige Bericht stellt meinen Kenntnisstand zum Zeitpunkt (2001) der Niederschrift dar.
Endlich ist es soweit, ich hab mir eine "Tüte" :) zugelegt. Und zwar einen pinkfarbenen Schulungsschirm, welcher gerade im Angebot in der Fluschule war, einen gebrauchten
Nova Philou Classic 26
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. Und ich konnte in Tannheim auch schon meine ersten fünf Flüge damit absolviert. Aber von Anfang an:
Nachdem ich den Schirm also gekauft hatte, musste dieser natürlich auch ausgiebig ausprobiert werden. Wenn ich schon alleine fliegen darf, dann los gehts, dachte ich mir. Da das Wetter kein fliegen in Österreich zu ließ, hieß das Ziel Italien, genauer gesagt,
Semonzo in der Nähe von Bassano del Grappa.
Nach einer langen Fahrt (9h) in der für mich als Rhein-Main Bewohner schon sommerlichen Hitze kamen wir relativ geplättet in Semonzo an. Zum Glück hatte ich ja kundige Mitflieger dabei, die wussten, wo man hier am besten ein Hotel bucht. Hand gab es zwar schon, aber im Ausland war das noch recht teuer.

Handy Roaming gabs damals noch nicht als bezahlbarer Vertragsbestandteil.
Als Paraglider geht man natürlich in's Tilly's, was sonst (hab ich mir dann sagen lassen :) Im Tillys hängen die Wände voll mit Drachen- und Paraglider Bildern von den exotischsten Plätzen. Der Koch des Tilly's fliegt auch und auf seinem Schirm ist eine Reklameschrift des Hotels, falls Ihr ihn Mal irgendwo sehen solltet. Für 84.000 Lire gabs ein Dreibettzimmer mit Frühstück (damals war noch Tauschkurs 1:10.000). Im Hotel war es relativ laut. In einer Nacht bellte in der Nähe ein Hund ziemlich laut und sicherlich zwei Stunden "AM STÜCK". Etwas Taschentuch in die Ohren und das Kopfkissen über den Kopf, und irgendwann bin ich dann doch eingeschlafen.
Am frühen Morgen ging dann das Gepoltere mit den Türen los. Nicht nur, das die Türen mit etwas Gewalt in den Rahmen gezwängt werden müssen, nein, sie quietschten auch ganz erbärmlich. Ich werde das nächste Mal wohl etwas Öl mitnehmen und alle Türen ölen :) Ist schon Mist, wenn man wie ich zum einschlafen seine Ruhe braucht.

Nachdem das Hotel also organisiert war, gings gleich erstmal auf den Landeplatz, gucken, ob man jemanden kennt. Meine zwei Begleiter trafen alte Bekannte und nachdem ein bischen "gefachsimpelt" und festgestellt wurde, das heute schon Flüge bis zu 1.5 Std. gingen, beschlossen wir kurzer Hand einen nachmittäglichen Flug. Ich konnte dem nur zustimmen :) Der Schirm musste schliesslich schnellstens eingeweiht werden. Also gings auch gleich los, zum Oststartplatz (da wo die Antenne auf dem Berg steht).
Eine gut ausgebaute Serpentinenstrasse brachte uns nach oben. Dabei schaute allerdings der Sensenmann ab und zu Mal um die Ecke, da viele Autofahrer (meist Italiener) wie die gesenkten Säue um die Ecken schossen und am besten immer noch auf der Gegenspur fuhren.
Und ein paar verrückte Motorradfahrer nahmen die 180′ Kurven sehr eng, um sie bis zum äussersten geniessen zu können. Und ein paar nicht weniger verrückte Rennradfahrer fuhren, als hätten sie Scheibenbremsen und ABS dabei. Also Obacht, wenn Ihr dort hochfahrt.
italien ...
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