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Annecy 2007 - Wie geil war das denn « zurück

weitere Fotos vom Sicherheitstraining am Lac d'Annecy 2007

Bei der kleinen Seerunde kreuzt man den Lac d' Annecy (Anzi gesprochen) in der Mitte an der schmalsten Stelle, die etwa 1km breit ist. Ich hatte soviel Höhe (1500m sollte man wenigstens haben), so das ich allein mit dem Gleitwinkel über den See kommen würde. Falls einem das sinken zu gross erscheint, sollte man besser zurück nach an dieser Rippe gehts wieder hoch Taloires um ggf. dort zu landen. Der blaue Schirm wollte scheinbar wieder zurück zum Startplatz, also mußte ich das wohl allein probieren. Der Überflug über den See war wie zu erwarten ziemlich ruhig und entspannt. Ich hatte das ja vor 2 Jahren schonmal mit Flydoc gemacht.

Drüben angekommen hatte ich immer noch viel Höhe und flog den hinteren Grat auf der von Norden angeströmten Westflanke an. Es ging kontinuierlich nach oben, je dichter ich dem Grat kam. Ich hatte recht guten Speed, das deutete auf einen kräftigen Rückenwind hin und ich traute mich nicht zu drehen, aus Angst, abflug zum Campingplatz ich werde über den Grat verblasen oder muss nach Westen ins Tal abdrehen. Die Angst war aber völlig unnötig. Weiter oben flog ich dann über den Oststartplatz, von dem aus man morgens kleinere Flüge machen kann. Den Grat weiter hinauf kommt eine Stromleitung. Ist man über diese hinweg, ist es ohne genügend Höhe nicht ganz einfach, wieder zurückzufliegen. Allerdings bestand die Gefahr diesmal nicht, aber das weiß ich erst seit 2009 :-)

Der blau/gelbe Schirm war mir über den See gefolgt und flog einiges über mir den Grat weiter nach Süden entlang. In Anbetracht der Tatsache, das ich schon soviel erreicht hatte, entschied ich mich aber vor der Stromleitung in Richtung Landeplatz abzudrehen. Diesen Sieg wollte ich mir nicht nehmen lassen :-) Ich drehte also nach Osten über den Grat in Richtung Campingplatz ab. Als ich den Grat überflogen hatte, befand ich mich natürlich im Lee des Nordwindes. Dieser spülte mich nun dermaßen runter, das ich schon befürchtete, am Plateau notlanden zu müßen. Parkplatz Campingplatz Daher bei stärkerem Nordwind den Sprung über den Grat immer nur mit ausreichender Höhe machen, sonst steht man evt. schnell im nirgendwo, falls man noch heil runter kommt. Ich schaffe es aber bis vor an die Kante des Plateaus, an der es dann wieder etwas hoch ging.

Da ich ziemlich tief war und befürchtete, nicht über die Stromleitung zum Landeplatz zu kommen, beschloss ich auf dem Parkplatz vorm Campingplatz zu landen. Bitte nicht nachmachen, da durch die Bäume rund herum eine recht starke Verwirbelung auf dem Parpkplatz entsteht. Ich hatte viel Glück, das ich nicht in die Bäume am Ende vom Parkplaz geblasen wurde, da ich viel zu spät eindrehte. Der blaue Schirm kam mir dann übrigens nach und der Pilot jauchzte, als er über mir zum Landeplatz flog. gelandet War für ihn wohl auch kein alltäglicher Flug. Als ich dann mit meinem Packsack ins Camp kam und die anderen noch bei der Videoauswertung sitzen sah, konnte ich mir ein breites Grinsen und einen dummen Spruch einfach nicht verkneifen. Das Landebier hatte ich mir heute redlich verdient :-)

Für mich war das der krönende Abschluss einer tollen Woche. Ich hatte zwei Ziele erreicht, die ich mir gesetzt hatte. Und das Sicherheitstraining hat mir die Fertigkeiten und die Sicherheit dazu gegeben. Eigentlich wollte ich noch bis Mittwoch bleiben, aber wie heißt es so schön: wenns am besten ist, sollte man aufhören.
Ich möchte hier nochmals ein dickes Danke an Günni und Jochen von Hotsport und unseren Gasttrainer Stefan Hodek für die tolle Trainingswoche aussprechen !!! Hoffentlich bin ich bald mal wieder dabei. Vielleicht sollte ich den SAT mal probieren :-)

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